Sonntag, 22. Januar 2017

fair isle knit along 4 Treffen



tja, viel Neues gibt es nicht zu sehen...ich prokrastiniere weiter..
Und stricke lieber gerade andere Sachen...
Zum einen finde ich das kleinteilige Muster echt extrem nervenaufreibend, zum anderen finde ich gerade nicht den richtigen Drall...für so feine Wolle...

Oder liegt es daran das ein paar Musterreihen fehlerhaft sind ?
Daran krankt ja manch Hobbywerker...an der Perfektion des Endstückes...Irgendwie will man was selbermachen, aber selbergemacht soll es keinesfalls aussehen. Das mag vielleicht daran liegen , das auf selbergemachtem immer noch der verstaubte 70ger Chic liegt, zumindest kognitiv.
Mema schreibt heute sehr schön darüber, und als wir uns per Mail schon vorab austauschten kam sie darauf schon zu sprechen, von der eigentlichen Unsinnigkeit der perfekten Reihe...
Ich zum Beispiel sehe im oberen Strickstück gleich mehrere Fehler...und alle anderen denen ich es gezeigt habe, sehen....gar nichts , sondern sagen nur : Boah !

Man ist immer sein eigener Kritiker und sein eigener Feind...
Heute habe ich es wieder rausgekramt, und nach längerem Suchen sogar alle Kopien und Aufschriebe die ich mir gemacht habe wieder gefunden.
und als ich es angeschaut habe, hab ich mir gedacht ; Schon hübsch, das ganze....



Wenn ich mit diesem Verlegenheitsprojekt fertig bin, nach vorsichtigen Schätzungen morgen Abend, dann erd ich mich mal ans weiterstricken des Herzensprojektes wagen...wär doch gelacht !
Aufgeben,
wist Ihr ja von mir schon,
ist KEINE Devise !

Und wie weit seid Ihr gekommen ?



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Mittwoch, 18. Januar 2017

Reagan


Bei der Annäherung in Würzburg verliebte ich mich gar heftigst in Monikas Reagan.
So was wollte ich auch.. Wolle war vorhanden. Die Puna von drops. Eine sagenhaft weiche Kuschelwolle mit einem sehr schönen Maschenbild. Die kauf ich beim sale gleich wieder...


Wenn man kein Anfänger wie ich ist kann die Jacke locker im Schlaf stricken. Ich dokterte 2 Wochen am Muster herum..bis mir eine Oma auf Youtube den richtigen Impuls zum lesen von Strickschriften gab...jetzt weiss ich wie das funzt...und die 2. Reagan ist schon auf den Nadeln.
Und es gibt einige Designs von Isabell Krämer die mir auch ganz dolle gefallen...


Was mir an dieser nicht gefällt ist der Abschluss. Eigentlich wird noch ein Stück glatt angestrickt, aber ich hatte keinen einzigen Knäuel übrig. Und eine Bestellung wollte ich nicht machen. Stashabbau ist ja das Wort der Stunde..



Geht trotzdem wie ich finde. Aber bei der nächsten mache ich den vorgegebenen Abschluss.



Die jacke musste heute wieder in die Wäsche...Wegen kleinem Vanillesossenunfall...
So kanns gehen wenn man zu gierig ist !

Alle anderen Damen findet ihr hier .

Dienstag, 17. Januar 2017

Stoffdiät 2017




Küstensocke ruft die Stoffdiät 2017 ins Leben. Und da ich ja eh gerade diäte was Kalorien betrifft, kann man das auch mal ausweiten auf andere Bereiche. Und sich gleichzeitig mal im Geheimen fragen, warum man Einschränkungen der einen Bereiche in anderen Bereichen kompensiert...
Oben seht ihr meinen Stoffschrank. Die Tür links verbirgt nur alten Leinenstoffe. Zum Quilten  gedacht, oder mal als Probenessel.



In der rechten Tür befindet sich oben Jersey und der Rest Baumwolle und Viskose aka Oberbekleidungsvorrat.


In der ungeordneten Mitte ein SAmmelsurium aus Quilt/Deko (oben )
Futter und Samt und Wollstoffe/ Cord .



 Und hier noch ein Blick in meine Kämmerlein, ganz oben etwas Vorrat den ich immer Ameisengleich in mein Zimmer schleppe, weil ich gerade dazu akute Ideen habe.
 Nach groben Durchzählen komme ich auf ca.200m Stoff.
Davon ist aber mindestens 80 Meter reine Quiltware. Aufgeteilt in 50cm oder Fitzelchen.
Also definitiv zu viel.
Ich kaufe selten weil mir ein Stoff so gut gefällt, sondern meist weiß ich schon was draus werden soll. Ergo hab ich hier lauter vorgedachte Projekte liegen....
Konkrete Pläne was ich aber brauch...hab ich eher nicht so...
Ja , gut vielleicht eine Hose...oder 2...
2 Hemden...
noch ein Jäckchen vielleicht ??
 So ganz konkret wie bei Küstensocke hab ich noch nicht geplant, da ich aber schon noch die Übersicht habe was aus was mal werden sollte, gibt es so einen groben Fahrplan...
Die nächsten Wochen nehm ich mir mal vor, sollen 5 Kleidungsstücke enstehen.Mindestens.
Und vielleicht noch 2 Röcke ?
Desweiteren habe ich hier noch mindestens 5 Quiltprojekte rumfahren, von denen sind aber 3 PaperPiecing Stücke, das schaff ich definitiv dieses Jahr nicht. Zumindest nicht jetzt...
Weil jetzt muss ich ja Kleidungsstücke nähen !

Hier findet iht mehr zu dieser Wunderbaren Aktion !

Samstag, 14. Januar 2017

Stilphilosophie



Nico von artundstil hat eine interessante Sache am Start.
 Beruhend auf dem Buch Frauen und Kleider macht sie eine weiterführende Artikelserie draus, mit Fragen zu Stil,Kleidung und Mode.

Fragen über Fragen die mich beschäftigen. Da mag ich gerne mitmachen...

1.Welche Unterhaltung über Mode und Stil hat dich nachhaltig verändert

erst dachte ich , da fällt mir keiner ein...aber jetzt wo ich hier sitze...
Die gute alte Schneidermeisterin Fr. Merkt bei der ich jahrelang geschwitzt habe, hat mit einigen Nebensätzen mich schon nachhaltig geprägt.
Der erste Satz war : Die natürliche Haarfarbe ist die , die am besten passt. Auch wenn sie uns nicht gefällt.
Und der 2. Satz war : Ab einer bestimmten Größe kann man auch mit Schnittechnik nichts verbessern.Zelt bleibt Zelt.

Nun ja..was soll man sagen. Seit dem färbe ich jedenfalls die Haare nicht mehr. Und ab Größe 54/56 ist es tatsächlich schwierig mit der Schnitttechnik.
Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

2. Mit wem redest du über Kleidung.

Hm..eigentlich mit niemand. Das interssiert hier in meinem direkten Umfeld niemand. Keiner hat da so richtig Verständnis für meine Leidenschaft. Wenn ich mal eine Unterhaltung führe, dann nur oberflächlich. Da geben Bloggertreffen schon mehr her... und ein gutes Gespräch über Kleidung hatte ich im Sommer mit Julia von cut and baste.

3. Glaubst du du hast Geschmack oder Stil ? Was ist wichtiger ? Was verstehst du darunter ?

Ah, jetzt kommt die Königsfrage...
Das kann ich nämlich bis heute nicht beantworten. Also so richtig.
Stil ist für mich wenn jemand gut aussieht, und zwar in allem was er trägt und egal wie beschissen er aussieht. Für mich ist Stil eher verbunden mit innerem Leuchten, das primär ja nichts mit Kleidungsstücken zu tun hat. Ich kenne wenig Menschen die STil für mich verkörpern. Aber für mich ist das immer mit Kaschmirpullovern und schönen unauffällig auffälligen Ohrringen verbunden. Dieses Antwort ist natürlich falsch, aber das verstehe ich unter Stil. Unaufgeregt aufregend. Oder so in die Richtung. Ich zum Beispiel finde ich habe gar keinen Stil.
Dafür hab ich jede Menge Geschmack. Und natürlich nur guten ! Geschmack hat bei mir was mit Farbe und Ausgewogenheit zu tun. Ein bisschen Blingbling, aber nicht zu viel. Und bitte immer farblich passend zum Rest. Mein Tick sind da Ohringe, die ich immer passend zur Kleidung auswähle.Oder Broschen. Da brauch ich definitv noch mehr davon.
Vieles was ich sehe, entspricht nicht meinem Geschmack. Kann aber dennoch Stilvoll sein.
Eine Nachbarin von mir hat einen sehr ausgefallenen Stil, zum Beispiel. Wie die das immer hinkriegt bleibt mir ein Rätsel. Es ist definitv nicht passend für mich, aber sie sieht darin sehr gut aus.
Ist das vielleicht Stil ?
Ich weiss es nicht... Vielleicht verwirren mich auch diese ganzen Begrifflichkeiten.....


4. Wenn du dich nur mit Klamotten beschäftigen würdest,und dich als Expertin nach deiner Philosophie fragen würde, was würdest du sagen.?

Less is more, würde ich sagen. Nicht zuviel, nicht zuwenig.
Auffällige Schnitte verlangen ruhige Muster.
Auffällige Muster verlangen ruhige Schnitte.
Bitte keine Logos. Und schon gar nicht im Mehrfarbenschichtdruck mit Strassteinchen.
Gib lieber Geld für zeitloses Design aus. Als viel Geld für fast fashion.
Bleib praktikabel.

Und keine Socken in Flipflops !!

Und was die anderen so darüber denken findet ihr hier bei Nico !
ganz tolle Idee !



Sonntag, 8. Januar 2017

Lageplan 1/2017

"Jetzt machen wir mal einen Lageplan "  ist ein geflügelter Satz in unserer Familie. Bei 5 Personen unterschiedlicher Interessen ist das immer eine sinnvolle Sache, mal abzustimmen wohin,  wie lang und welche Abzweigungen genommen werden können,  festzuhalten.

War das Jahr 2016 ein bedeutungsschweres,  anstrengendes Jahr in dem viele neue Weichen in einigen Lebensbereichen gestellt wurden, geht es für mich ans Feintuning und an die weitere Umsetzung von gesteckten Zielen und Interessen.
Und damit ich nicht durcheinander komme, strukturiere ich es hier mal....

1. BEREICH
NÄHEN

letztes Jahr habe ich viel Zeit verbracht aus Kleidung herauszuwachsen,  zum Teil so rapide schnell das ich mit dem nähen nicht hinterher gekommen bin.Das hat mich wiederum nicht abgehalten soviel neuen Stoff zu kaufen,  das mir heute noch schwindelig davon ist.
Meinen Stash habe ich nicht durchgezählt,  aber grob würde ich sagen. ...100 Meter gekauft,  zu den bestehenden 100. ..also grob vielleicht auch etwas weniger. ..oder eher mehr. ..
Gleichzeitig ist mir aufgefallen,  das es da wohl eine Verlagerung gab, Kalorien einsparen. ..Stoff gierig kaufen. ..das hat definitiv ein ende.
Zum Jahresende gab es ein Erwachen,  und nun geht es ans machen statt kaufen. Die Kleidergrösse wird übersichtlich bleiben,  es macht jetzt auch wieder Sinn etwas zu planen und auch Zeit zur Umsetzung zu haben.
In den letzten Jahren hab ich ja immer wieder versucht meine Stoffstatistik zu erfassen,  hab dann aber immer schwach angefangen und sehr stark nachgelassen. ...
Der Januar steht nun bei mir unter dem Jerseymotto. ..allerdings will ich nicht nur Sachen schnell, schnell aus dem Ärmel husten das das Gewissen reiner wird,  sondern auch tragbares produzieren. Notiz an mich : sorgfältig!
Über einen Plan WAS ich im Restjahr noch so Kleidungstechnisch noch so brauche habe ich noch nicht nachgedacht. ...

2 . BEREICH
STRICKEN

ich habe letztes Jahr viel gestrickt,  hab aber das Gefühl da ist irgendwie so tragbar nichts um die Ecke gekommen. Ausser Socken. ..und Mützen. ..
Momentan liege ich in den letzten Zügen zu einer weiteren Reagan,  die müsste laut meiner Zeitrechnung diese Woche fertigwerden. Ich bin noch gut ausgerüstet für mehrere Projekte,  und solange es nicht mindestens 3 weitere Projekte fertiggestellt sind, gibt's auch nichts zu kaufen. ..
Die Bucketlist 2017 in diesem Bereich ist schon fast fertig und wird immer wieder mal nur minimal umgestellt. ....

1 Frühlingsjacke
2 Schals
1 Guernsey
1 Aran
1 Ringelpulli
Kniestrümpfe
Handschuhe
1 Strickkleid

Dieses Liste ließe sich noch erweitern,  und ist definitiv nicht zu schaffen. ...
Da muss ich mal schauen was das Jahr noch bringt. ...

Freitag, 23. Dezember 2016




Ich wünsche all meinen Lesern und Leserinnen frohe Weihnachten.
Mögen die Kekse zahlreich und die Schokolade gut conchiert sein.
Vielen Dank für euren zahlreichen Kommentare zu allen Themen, sie bereichern sehr !

Ich wünsche euch ruhige Tage !

Samstag, 17. Dezember 2016

Abschlusspräsentation



Seit ein paar Tagen schon will ich nun, ein Jahr und ein ein paar zerquetsche Wochen später nochmals auf meine Abnahme eingehen.
Seit ein paar Wochen hab ich nun nichts mehr dazu geschrieben, ausser hin und wieder auf Instagram, aber da ja hier viele mitlesen, denen dieser Kanal versperrt ist gibt es hier nun einen Abriss der letzten Wochen, und damit denke ich werde ich die "heisse Abnehmphase " auf meinem Blog beenden. Allerdings kann es doch sein, das ich hin und wieder etwas dazu schreiben werde, denn ich blogge nicht nur ausschliesslich über das nähen sondern auch gern mal über andere Sachen. Ich habe mich noch nie als reines "Nähblog" betrachtet, das mal vorweg....

Aber es schleppte sich...wie gut das nun gestern dieser Bericht von Meike erschien, oder jener hier von M....das gibt mir doch tatsächlich noch einmal Aufwind öffentlich Stellung zu beziehen.

Ein Jahr ist vergangen, seit ich mich auf den Weg gemacht habe, in ein starkes und kraftvolles Leben. Und ohne Dauerschmerzen. Darauf freue ich mich tatsächlich jeden Tag. Ich habe schon in älteren Berichten darüber geschrieben, das ich sehr froh bin, das die Rechnung Schmerzfrei durch Gewichtsreduktion aufgegangen ist. Täglich freue ich mich daran, das ich aktiv am Leben und auch mit Sport meinen Tag bestreiten kann. Ich schrieb auch schon öfters darüber was das mit mir macht, und schrieb ebenso darüber was es wohl anscheinend mit anderen macht, wenn man etwas treibt was der andere nicht so nachvollziehen kann...

                                           gefotoshoppte Durchschnittsfrau frisch vom Selbstotimierungslauf

Die wichtigste Lektion aber, die ich tatsächlich diese Jahr gemacht habe, war die der Toleranz.
Meine eigene , und auch die der anderen.
 Ich habe gelernt, das Menschen, und vorallem Frauen die sagen sie seine tolerant, eben gar nicht tolerant sind. Da werden Dinge postuliert, die in keiner Weise auch nur annähernd so verstanden und gelebt werden. Da wird bekriegt, beleidigt, gekränkt was das Zeug hält. Am besten wirft man alle ach so toleranten Vorurteile in einen Topf und kocht ordentlich durch, auf das es garantiert jedem schmeckt.Und garniert das alles mit dem Schlagwort des Feminismus.

                                                    handelsübliche Denkschublade ziemlich müllig

Die oben genannten Berichte decken folgedessen auch alles ab, was ich persönlich selbst erlebt habe. Und das nur aufgrund einer äusseren Veränderung. Das ist beschämend und lächerlich. Wer das halten einer Diät als Antifeministschen Akt versteht, hat von Feminismus leider absolut keine Ahnung.Wer das ändern der Lebensgewohnheiten als Angriff für seine eigene persönliche Lebensituation empfindet, für jene ist dieser "sogenannte " Feminismus nur eine weitere Schublade in der man und frau es sich gemütlich einrichten kann. Und die man bei Bedarf aufzieht und ein bisschen drin Unordnung macht.  Aber ein Verlassen dieser Gedankenschublade ist leider nicht drin... Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe auch hin und wieder Schubladen. Aber in diesem JAhr hab ich doch auch gelernt, das es ganz gut ist, sie mal auszukippen und mal ordentlich drin aufzuräumen. Wenn man das nicht tut, droht nämlich ein sogennater Backlash...

                                                      noch mehr Schubladen. Für jeden die passende ...



Ich habe gelernt das es den sogenannten "Nähnerdflausch" nämlich gar nicht gibt, der gern hin und wieder so gerne genannt wird...zumindest dann nicht mehr, wenn da jemand am Selbst und Fremdbild kratzt.
 Nicht nur das man sich von einer sogenannten " Feministin " an einem Bloggertreffen dumm anmachen lassen muss aufgrund der jetzigen Kleidergröße,
noch das es "Coachingpersonal" gibt, das ganz einfach mal auf allen Kanälen den Kontakt abbricht, weil man nun eine " Verräterin " ist, weil man keine Lust mehr hat krank zu sein, und die Lebensgewohnheiten ändert.
Wie gesagt, das passiert nicht nur hier im Netz, das ist leider auch gehäuft in meinem Umfeld passiert. Manch eine "Diät" hat nicht nur eine Überprüfung von einigen Lebensumständen als Begleiterscheinung, sondern auch von großflächigem Ausmisten. Und das nicht nur von Kühlschrankinhalten.
Ich habe keine Lust mehr vorgekochte Suppen zu fressen, die irgendwer für mich so fürsorglich gekocht hat, und ganz genau weiß was ich so brauche.
Ich habe tatsächlich erkannt, das es ziemlich viele Leute gibt, die gerne für einen Kochen, damit man immer schön brav aufisst, und keine dummen Fragen stellt...

Ich habe keine Lust mehr mir von anderen sagen zu lassen dies, das und jenes , nur dann bist du richtig. Genau das implizieren nun auch diese oben genannten Aussagen...Nicht nur das da nicht mal nur ein Gericht gekocht wird, nein es wird alles mit einander verknüpft was gar nicht mit einander zu tun hat.
Gesundheit hat nichts mit einer feministischen Grundeinstellung zu tun. Und Sport treiben erstmal nichts mit Wirschaftsankurbeln oder ein Verlassen der Vielfaltigkeit.
Diese Schubladendenken von :
 der ist das dann muss das so, und die macht das , dann ist das wohl so,
 mag in erster Linie einfach strukturierten Menschen dazu dienen ein Raster abzustecken, und somit auch Handlungsstrategien zu erhalten weil sie erstmal gar nicht wissen wie sie damit umgehen sollen. Das darauf dann aber ein Diskurs stattfinden sollte, um seine eigenen Regularien der Überprüfung zu stellen und sein Weltbild zur Disposition zu stellen um sich auch gesellschaftlich und persönlich weiterentwickeln zu können, scheint im heutigen Zeitgeist nicht willkommen zu sein.
Toleranz beginnt nämlich genau da, wo es für den einzelnen etwas unbequem wird.
Toleranz ist das aktzepieren das stricken nichts damit zu tun hat mit einem völlig veraltetem Frauenbild das aus der Romantik ! heraus resultiert...
gerne kochen ist nicht per se eine Qualität von einem dummen Hausmütterchen. Und arbeiten als Frau und gleiches Gehalt fordern hat nichts mit Überheblichkeit zu tun. Der Kerngedanke soll doch einfach auch sein : sei der der du bist, und schau auf dich selbst und nicht dauernd nach anderen. Wenn jeder mehr bei sich bleiben würde, wäre die Welt eine bessere.

So weit sind wir aber alle noch lange nicht, solange persönliche Entscheidungen politisiert , degradiert und beschnitten werden, oder noch schlimmer für die eigenen Sache instrumentalisiert werden. Schlimm das...Das hat nichts mit freiheitlichem Denken zu tun.
In einer Zeit in der nicht nur die Welt unübersichtlicher , nicht mehr schwarz und weiss ist, nicht mehr nur in gut und böse geteilt werden kann, kann ich nur mit meinem eigenen Kopf und mit meinem eigenen Handeln Klarheit schaffen. Das habe ich begriffen in den letzten Monaten. Mein eigenes Tun und meine eigene Handarbeit sind Entscheidungen die mich frei machen von Stigmatisierungen und Begrifflichkeiten.
Wer Schubladen braucht um sich sicher zu fühlen, bitteschön, it's your turn and choice.
Ich habe meine eigenen Entscheidungn getroffen, das da das eine oder andere zu Bruch geht, nehme ich gerne in Kauf. Wenn auch etwas traurig...

Da wird dann auch gerne mal behauptet das man als Frau in dieser Gesellschaft sichtbar wird wenn man die Körpernormen verlässt , und an Umfang zunimmt. What the hell ist das ?
Ich sehe eigentlich immer den Leutchen ins Gesicht, erinner mich an blitzende Augen, an die Aura oder erinner mich an Nasen. Und meistens bleibt für mich jemad sehr sichtbar oder im Gedächtnis wenn die Inhalte interessant waren, die sich im Gespräch ergeben haben, da ist mir doch die Körperform wurscht. Wenn nur dicke Frauen als Feministisinnen whr genommen zu werden, muss ich mich fragen was wohl eine Simone Beauvoir dazu gesagt hätte. Oder eine Coco Chanel ? oder vielleicht auch eine Susan Sonntag ?  Sind diese Frauen unsichtbar, weil sie dünn sind ?
Das ist doch totaler Mumpitz....

Für mich ist das alles nur Geschwurbel ohne Inhalt, Polemik auf unterstem Niveau und Frauenbashing gepaart mit Frauenhass und Meinungsmache.

Das es einen Trend gibt sich gesünder zu ernähren, ist unbestritten. In undurchsichtigen Zeiten sehnt man sich nach Übersichtlichkeit. Und in Kapitalistischen Zeiten sehnt sich mancher nach Geld und will Dinge verkaufen die die Menschen nicht brauchen. Das erklärt den Trend ums Clean eating genauso wie der Hype um Nahrungsergänzungsmittel. jeder will das beste, für sich und vielleicht auch mal für andere. Das angebliche Feministisinnen genau ins gleiche Horn blasen und ihre Produkte genau gleich verkaufen wollen, nämlich nur mir der einzigen Wahrheit, ist dem Zeitgeist zuzuschreiben und einer Darstellungskultur. des lautesten Affen.
Wer am lautesten schreit, und möglichst viele Vorurteile Gürtelschnallentief setzt, wird am besten gehört.

Und wenn ich dann noch lese, das die Selbermacherinnen ihre Ideale verraten, weil sie sich nicht mehr nur mit dem Beschäftigen von Schnittmustern öffentlich äußern, ist das nur eins : Dumm und einfältig. Jeder entscheidet für sich selbst mir was er seinen Blog füllt.
Es ist überheblich das andere sich erdreisten mir und meinem Blog eine Rolle zuzuschreiben.

Ich blogge schon ewig, und ich und mein Blog haben sich schon mit vielen Themen beschäftigt. Unteranderem auch mit häkeln, basteln und gerne auch mal mit Selbstaktzeptanz.
Bei wem nun Selbstaktzeptanz bei welchem Körpergewicht anfängt, oder welche Fertigkeit man ausübt ist doch eher zweitrangig.Jeder kann schliesslich für sich selbst entscheiden was,wie und wo er was,wie und wo will.
Ob ich das gut oder schlecht finde hängt dann von meinem eigenen Toleranzlevel ab.
Hauptsache ich bin selbst zufrieden, und muss nicht andere in Schablonen pressen sondern bleibe vorallem erstmal eins :
Bei mir !

Das schliesst für mich auch den Kreis des Selbermachens und des Selbertuns. Nur wenn ich lerne auch mal über den Tellerrand zu schauen, auch wenn es schmerzvoll ist, kann einen doch nur weiterbringen.
Ich sehe dieses Ganze auch zu einem grossen Teil als Bewusstseinsschulung :
Brauche ich diese oder jenes nun wirklich ?
kann ich es selbst nicht auch besser herstellen.?
Und dann ist es doch egal ob es sich um ein Kleidungsstück, ein Strickpulli oder einer Mahlzeit handelt.
Und nein, in diesen Zeiten ist es nicht leicht sich für das eigenen und richtige zu entscheiden. Ständig muss überprüft werden, und ständig muss auch diese Disziplin gübt werden. Ob es Sport, Essen oder Konsum oder Meinungsverhalten ist. Demut fällt mir da ein. Demut für die Dinglichkeit und Persönlichkeit in der Welt. Wenn ich mit mir sorgfältig umgehe, gehe ich dann nicht auch sorgfältiger mit anderen um ?
Wohl kaum. Denn es ist beides anstrengend, und das andere eben mehr..

Damit schliesse ich auch meine öffentliche Auseinandersetzung mit diesem Thema ab. Ich bin froh dieses Buch gefunden zu haben. Und ich finde es gut wenn mir Frauen schreiben sie fühlen sich durch mich motiviert mehr nach sich selbst zu schauen, und sich nicht zerreiben zu lassen in einer Welt die per se immer noch nicht ganz feministisch durchdrungen ist. Wenn ich im kleinen Anfangen kann : Nein zu sagen, kann ich es eines Tages vielleicht auch im Grossen.
Wenn ich darüber nachdenke ob mir das jetzt gut tut zwischen all den Verplichtungen, und mich dann bewußt für etwas entscheid, bin ich auf einem guten und freiheitlichem Weg.
Ich finde es nicht bedenklich wenn sich Frauen gegenseitig ermuntern und bekräftigen etwas für sich zu tun. Das hat nichts mit Selbstoptimierungswahn zu tun, sondern mit Achtsamkeit und Fürsorglichkeit dem eigenen Ich gegenüber.

Ich halte seit Sommer übrigends erfolgreich meine 85 Kilo. Bei einer Größe von 1,76cm sind das laut irgendwelcher BMI Tabellen immernoch Übergewicht. Ich trage nun Kleidergröße 42/ 44 und bin also laut WHO im Übergewicht. Als persönliches Ziel, das ich aber für relativ unrealistisch zum Halten halte wäre die 80 Kilo. Da müsste ich die Schlagzahl des Sports auf mindestens 1,5 Stunden pro Tag erhöhen, dazu mag ich gerade konträr aber gerne zu arg auf dem Sofa sitzen und hausmütterlich stricken. Ob ich diese Ziel im neuen Jahr in Angriff nehme ? Warscheinlich ist das schon. Insgesamt habe ich knapp 56 Kilo abgenommen, bei damaliger Kleidergröße 54/56.
Ich habe nach wie vor eine Schwäche für profanen Landfrauenkuchen, und Energieriegel nehme ich immer  noch nicht zu mir, denn eigentlich will ich ja ganz weg von vorgefertigter Nahrung. Das gelingt in der industrialisierten Welt nie ganz...da arbeite ich dran.

Meine Maße für die ganz versessenen Körpervergleicher :
Von Oberweite 128 auf 103
Taille von 118 auf 88
Hüfte von 138 auf 102

es fällt auf :
ich war schon immer gleich gebaut im Verhältnis...


Ich geh jetzt laufen. Ist gut nämlich für die Kopf....

Bleibt tolerant ! vor allem zu euch selbst !